Was der Opa
noch wusste

Der Thalschuster

Christian Vielgratter, wandernder Schuster, geboren 1795 in Sexten, kam in Scheffau Anfang/Mitte des 19. Jh vorbei und heiratete die einzige Bauerstochter des kleinen Bauernortes Maria Grasnigg. Hier wurde sodann der Thalschuster ausgebaut und eine Schusterei betrieben. Die beiden hatten einen Sohn, der aber ledig blieb. Christian Vielgratter junior, geboren 1828, führte die Schusterei, verkaufte aber in Folge das Anwesen dem von Treffern weichenden Bauernsohn Anton Mayerl. Aber auch dieser bleib ohne Kinder und wurde im 1. Weltkrieg versehrt. Er verkaufte in der Zwischenkriegszeit dem Urgroßvater, Hans Eisenmann, weichender Bauernsohn von Schießling, das Thalschuster Anwesen. Hans Eisenmann baute es 1929 zur Pension Eisenmann aus. Seither ist es im Familienbesitz.

Das Eisenmann´sche Schwimmbad

Johann Eisenmann, im Dorf Eisenmann Hansl genannt, war lange Hüttenwirt am Grutten, Gemeinderat, Gründungsmitglied des Fremdenverkehrsverbandes Scheffau und der Bergrettungsortsstelle Scheffau, Bauer und ein Tourismuspionier der ersten Stunde. Als weichender Bauernsohn von Vorderschießling erhielt er das kleine Talschusteranwesen am Eingang zum Wegscheidgraben, baute es aus und zu einer – für damalige Verhältnisse – sehr komfortablen Pension um. Nicht genug damit: 1928 begann er mit dem Bau eines öffentlich zugänglichen Schwimmbades. Eine kleine Sensation! Über 50 Jahre wurde das „Eisenmann Schwimmbad“ von Einheimischen und Gästen geschätzt. Das renovierte Schwimmbad wird heute nur noch privat genutzt.

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